Erste Hilfe bei defekter Kühlwasserpumpe

Nicht nur der Impeller, auch das Pumpengehäuse unterliegt einer Abnutzung, die im Laufe der Zeit dazu führen kann, das die Pumpe nicht mehr genügend Druck aufbaut und kein Kühlwasser mehr fördert.

Erste Anzeichen sind häufig im Frühjahr zu bemerken, wenn noch Frostschutzmittel in der Pumpe ist und erst nach beherztem Gasgeben Wasser gefördert wird.  Treten diese Schwierigkeiten regelmäßig auf, sollte man sich an eine sehr einfache Reparatur heranmachen.

Um den Deckel zu lösen, muss bei manchen Motormodellen erst die Pumpe abgebaut werden (z.B. Yanmar 2GM20), bei vielen Motoren ist er aber gut zugänglich. Nach Sichtkontrolle und gegebenenfalls Wechsel des Impellers schauen wir uns den Pumpendeckel von innen an. Wenn er durch den Impeller stark eingelaufen ist, kann die Pumpe keinen Druck mehr aufbauen.

 


Eine eventuell vorhandene Papierdichtung wird entfernt und mit etwas Fett schließt der Deckel auch dicht. Mit dieser Maßnahme wird erreicht, dass der Spalt zwischen Deckel und Impeller kleiner wird und meistens reicht das schon. Falls nicht, wird mit Schleifpapier die Farbe von der Außenseite des Deckels abgeschliffen. Der Deckel wird mit der planen Seite „falschherum“ montiert und wir haben wieder für lange Zeit Ruhe.


Einen Ersatzdeckel sollte man sich nun aber bald zulegen, entweder kaufen oder aus dickerem Material ausschneiden oder drehen. Je dicker, desto besser, um ihn bei Bedarf einfach in die Drehbank zum Abplanen einspannen zu können. Wenn der neue Deckel auf der Außenseite einen Zapfen erhält, geht das Abdrehen besonders schnell.

 


Irgendwann ist leider der Punkt erreicht, an dem auch die Innenseite des Pumpengehäuses so stark eingelaufen ist, dass das Wechseln des Deckels nichts mehr bringt. Hier kann ein geschickter Dreher bei den Modellen mit lösbarem Keil den Boden innen ausdrehen und das Gehäuse entsprechend verkürzen. Wenn der Keil fester Bestandteil des Gehäuses ist, wird man sich eine neue Impellerpumpe anschaffen müssen.